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Salzburger
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Stiftung
Salzburger |
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Im ostpreußischen Gumbinnen wird im Januar 1740 durch
Kabinettsorder Friedrich Wilhelms I. das Salzburger Hospital
gegründet. Die ersten 40 alten und siechen Salzburger können
aufgenommen werden. Daraus entsteht als eigenständige karitative
Einrichtung die heute noch existierende Stiftung "Salzburger
Anstalt Gumbinnen", die mehr als 200 Jahre lang bis 1945 alte und
bedürftige Menschen Salzburger Herkunft betreut. Am 12. Mai 1967 bestellt das Amtsgericht in Bielefeld zur Ergänzung der beiden Mitglieder des Vorsteheramtes der STIFTUNG SALZBURGER ANSTALT GUMBINNEN, die die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit überlebt hatten, auf die satzungsgemäße Anzahl von sechs Mitgliedern vier weitere Vorstandsmitglieder. Damit sind nach langem Kampf die rechtlichen Voraussetzungen zum Weiterleben der Stiftung gegeben. Vorsitzender des Vorsteheramtes wird Otto Nasner, dessen Nachfolger sind ab 1983 Gerhard Brandtner, von 1998 bis 2000 Gerhard G. F. Hoyer und seit dem 8. Mai 2001 Reinhart Hundrieser. 1990 kann die Stiftung in Bielefeld ihr 250-jähriges Bestehen feiern. Dabei hält Dr. Werner Vogel, Direktor des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz in Berlin, den Festvortrag. In der Tradition der Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen besteht heute in Bielefeld das Wohnstift Salzburg. Nach der Öffnung des heute zur Russischen Föderation gehörenden Königsberger Gebietes wird durch die Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen die Salzburger Kirche wieder aufgebaut und am 31. Oktober 1995 eingeweiht. Sie ist jetzt Gotteshaus der dortigen Ev.-Luth. Gemeinde. Wo früher die Gebäude der Salzburger Anstalt standen, stehen heute große Wohnblöcke, in deren lnnenhof sich aber noch die Eiche befindet, die 1782 anlässlich der 50-jährigen Wiederkehr der Einwanderung der Salzburger gepflanzt worden sein soll. Am 1. Juni 1998 wird in Gumbinnen, heute Gussew, neben der Salzburger Kirche das Diakoniezentrum "Haus Salzburg" eröffnet, das hauptsächlich von Spenden aus dem Kreis der Nachkommen Salzburger Emigranten errichtet werden konnte. Diese Einrichtung verbessert die Infrastruktur der Stadt und des Umkreises und damit auch die medizinische Situation der heutigen Bewohner wesentlich. Im Winter 1998/99 wird im "Haus Salzburg" eine Armenspeisung für 69 besonders bedürftige Kinder und Jugendliche durchgeführt, die von der Stiftung initiiert und von ihr eingeholte Spenden finanziert wird. Darüber hinaus werden 93 Schüler einer Dorfschule in der Nähe der Stadt, auch aus Mitteln der Stiftung, mit Essen versorgt. Die Armenspeisung im "Haus Salzburg" wird auch im Winter 1999/2000 fortgesetzt. Insbesondere über die Stiftung Salzburger Anstalt wird die Verbindung nach Gumbinnen gepflegt und erhalten. Wenn Sie uns bei der aktuellen Arbeit helfen möchten, überweisen
Sie Ihre Spende bitte an die STIFTUNG SALZBURGER ANSTALT GUMBINNEN auf
eines der folgenden Konten:
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| Das schlichte, schöne Bauwerk der
Salzburger Kirche wurde einst von Preußens großem
Baumeister Karl Schinkel (1781-1841) geschaffen. 1945
wurde es von den Sowjets zum Schuppen für den
Straßenbau umfunktioniert. Aus Spendengeldern, aber
vorwiegend aus Mitteln des Bundes und der evangelischen
Kirche, konnte das Gotteshaus 1995 wiedererstehen und
dient heute überwiegend den zurückgekehrten
Rußlanddeutschen als Gemeindezentrum. |
Salzburger Kirche u. Haus Salzburg |
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